Am-Platz-Service. Heute Rabatt für alle Skorpione
Neulich im ICE. Ich, wie immer leicht angemüdet, schoß mir durch kunststoffumhüllte Drähte laute Musik direkt ins Hirn. Und obwohl mir bewußt war, dass es keinerlei für mich interessante Lautsprecherdurchsagen geben kann (Ausnahmesituation: Zug fährt nicht), falle ich immer wieder gloriös auf die Musik durchdringendes Lautsprechergemurmel rein. So entstöpselte ich für besseres Verständnis immerhin ein Ohr und verstand:
"Liebe Fahrgäste. Beachten Sie bitte auch unser astrologisches Angebot. ..."
Aufkeimende Visionen von einer kleinen, dunklen, mit verblassenden Sternen und Monden bedruckten, angesifften kleinen Bude direkt neben dem Bordrestaurant, wo man sich von etwas Hutzligem unbestimmten Geschlechts die Karten legen lassen kann und eine Kristallkugel unheilvoll glitzert. Ferner Am-Platz-Service in der 1. Klasse: "Guten Tag! Darf ich Ihnen Handlesen anbieten? Oder hätten Sie gerne Ihr persönliches Wochenhoroskop?"
Anschließend immer mal wieder daran gedacht und meinen armen, wohlriechenden Sitznachbarn nachhaltig verstört durch immer wieder spontan auftretendes, für ihn völlig grundloses Gekicher und Gepruste.
PS. "Wohlriechend", nicht wahr, war natürlich zähneknirschend ironisch. Ganz abgesehen von der Antwort auf die brennende Frage, wie es im olfaktorischen Zentrum von Douglas-Verkäuferinnen aussieht, interessiert mich auch, warum es auf jeder längeren Zugfahrt einen in meiner nächsten Umgebung gibt, der sich mit einer kopfschmerzverursachenden Kombination von Deodorants, Parfüms, Haarsprays oder was auch immer für sonstigem Höllenzeugs ungefähr 1 Stunde, bevor er aussteigen muß, in der Zugtoilette duscht.
Lärmt einer, kann man ihm sagen, hör jetzt aber sofort auf zu lärmen. Stinkt einer, kann man ihm zwar sagen, hör jetzt aber sofort auf zu stinken, aber es wird dieser Aufforderung gewiß noch weniger oft nachgekommen werden als dem Lärmverbot. Verdammt.
"Liebe Fahrgäste. Beachten Sie bitte auch unser astrologisches Angebot. ..."
Aufkeimende Visionen von einer kleinen, dunklen, mit verblassenden Sternen und Monden bedruckten, angesifften kleinen Bude direkt neben dem Bordrestaurant, wo man sich von etwas Hutzligem unbestimmten Geschlechts die Karten legen lassen kann und eine Kristallkugel unheilvoll glitzert. Ferner Am-Platz-Service in der 1. Klasse: "Guten Tag! Darf ich Ihnen Handlesen anbieten? Oder hätten Sie gerne Ihr persönliches Wochenhoroskop?"
Anschließend immer mal wieder daran gedacht und meinen armen, wohlriechenden Sitznachbarn nachhaltig verstört durch immer wieder spontan auftretendes, für ihn völlig grundloses Gekicher und Gepruste.
PS. "Wohlriechend", nicht wahr, war natürlich zähneknirschend ironisch. Ganz abgesehen von der Antwort auf die brennende Frage, wie es im olfaktorischen Zentrum von Douglas-Verkäuferinnen aussieht, interessiert mich auch, warum es auf jeder längeren Zugfahrt einen in meiner nächsten Umgebung gibt, der sich mit einer kopfschmerzverursachenden Kombination von Deodorants, Parfüms, Haarsprays oder was auch immer für sonstigem Höllenzeugs ungefähr 1 Stunde, bevor er aussteigen muß, in der Zugtoilette duscht.
Lärmt einer, kann man ihm sagen, hör jetzt aber sofort auf zu lärmen. Stinkt einer, kann man ihm zwar sagen, hör jetzt aber sofort auf zu stinken, aber es wird dieser Aufforderung gewiß noch weniger oft nachgekommen werden als dem Lärmverbot. Verdammt.
von trilusion • 10. Jul, 20:26 • einsortiert unter mental note
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