Unterbewusstsein, Freund und Helfer
Dieses Unterbewusstsein ist echt ein possierliches Tierchen. Da verlege ich, frisch vom Reisen zurück und leicht angeheitert*, mein Portemonnaie (ich weigere mich, dieses fein aussehende Wort nach neuer Rechtschreibung zu schreiben), befürchte, dass ich es entweder auf dem Weg zwischen Supermarkt und zu Hause verloren haben muss, oder dass es irgendwo im zerknüddelten Reisewust ist, oder gar, dass der feine Herr Reisekompagnon vielleicht seine Regenjacke achtlos um mein Portemonnaie herum gewickelt und eingepackt hat und nun in der heimatlichen Ferne weilt – und durchsuche mehrfach systematisch (nach mehrfach panisch) und Chaos verursachend die ganze Wohnung, entdecke dabei lang vermisste Schätze und nie geahnte Ekligkeiten und finde die klei-ne-Mist-sau-ein-fach-nicht. Und dabei habe ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es nicht weg ist, sondern nur hier irgendwo.
Und natürlich wurde schließlich alles gut: Nachdem ich vor Tagen den Tipp erhalten hatte, doch mal im Kühlschrank nachzusehen, sah ich tatsächlich nach (fand es nicht), und dachte mir, Kühlschrank aber mal füllen, gute Idee, ich gehe mal hinaus in die Welt und organisiere Essen, wo sind eigentlich meine Lieblingsschuhe. Als ich dann die Schuhe, die auf dem Balkon lüfteten, anzog, passte der rechte Schuh nicht mehr so wie früher, und oh Wunder, dort fand ich dann das bekackte Portemonnaie und fühlte gleichzeitig Erleichterung, Ärger und Faszination, denn ich hatte ja zu Recht nie geglaubt, dass es weg war. Danke, Unterbewusstsein, hättest du nicht außer dieser Überzeugung irgendwelche Tipps zum Aufenthaltsort geben können? Und dachte mir dann auch, der Kühlschrank wäre eigentlich wirklich naheliegender gewesen. Und hätte ich doch nur direkt in die Schuhe geguckt, dann wäre mir die Notwendigkeit eines Herbstputzes nie aufgefallen. Aber ich hätte auch nicht meinen Lieblings-W12 wiedergefunden (den grünen mit Glitzer).
Und die Moral von der Geschicht':
Das Es (nach Freud), ein stummer Wicht. oder Lüfte deine Schuhe nicht.
* Angeheitert lediglich, weil wir es für eine verdammt gute Idee hielten, am Flughafen in Tallinn ein Bierchen oder zwei zu trinken, weil a) der Flug knapp zwei Stunden Verspätung hatte und b) das Bier doch ach so viel billiger war als in Helsinki, wo wir herkamen. Anschließend hatten wir eine Menge Spaß, waren Dr. Albern und im Flugzeug die Leute, neben denen ich nie sitzen will.
Und natürlich wurde schließlich alles gut: Nachdem ich vor Tagen den Tipp erhalten hatte, doch mal im Kühlschrank nachzusehen, sah ich tatsächlich nach (fand es nicht), und dachte mir, Kühlschrank aber mal füllen, gute Idee, ich gehe mal hinaus in die Welt und organisiere Essen, wo sind eigentlich meine Lieblingsschuhe. Als ich dann die Schuhe, die auf dem Balkon lüfteten, anzog, passte der rechte Schuh nicht mehr so wie früher, und oh Wunder, dort fand ich dann das bekackte Portemonnaie und fühlte gleichzeitig Erleichterung, Ärger und Faszination, denn ich hatte ja zu Recht nie geglaubt, dass es weg war. Danke, Unterbewusstsein, hättest du nicht außer dieser Überzeugung irgendwelche Tipps zum Aufenthaltsort geben können? Und dachte mir dann auch, der Kühlschrank wäre eigentlich wirklich naheliegender gewesen. Und hätte ich doch nur direkt in die Schuhe geguckt, dann wäre mir die Notwendigkeit eines Herbstputzes nie aufgefallen. Aber ich hätte auch nicht meinen Lieblings-W12 wiedergefunden (den grünen mit Glitzer).
Und die Moral von der Geschicht':
Das Es (nach Freud), ein stummer Wicht. oder Lüfte deine Schuhe nicht.
* Angeheitert lediglich, weil wir es für eine verdammt gute Idee hielten, am Flughafen in Tallinn ein Bierchen oder zwei zu trinken, weil a) der Flug knapp zwei Stunden Verspätung hatte und b) das Bier doch ach so viel billiger war als in Helsinki, wo wir herkamen. Anschließend hatten wir eine Menge Spaß, waren Dr. Albern und im Flugzeug die Leute, neben denen ich nie sitzen will.
von trilusion • 8. Sep, 13:28 • einsortiert unter wunderlich
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