Genau.
Paintball. Höchste Nerdiness wird hierbei erzielt, wenn man, gerade die Ausrüstung begutachtend und noch gar nicht ahnend, wie schmerzhaft ein Treffer am Handgelenk/Hals/andere Körperteile mit H sein kann, bereits Witze über Counterstrike-Szenarien macht. Dabei wird ausführlich diskutiert, wer "Fire in the hole" sagen darf, wer die vor der geschlossenen Tür auf der Stelle rennende Geisel sein darf, und wer ein paar Mal vorwärts und rückwärts über seine Waffe laufen darf, um sie irgendwann endlich aufzunehmen.
Als wir also kichernd prä-Adrenalinschub herumstanden, alle in unseren buntesten, abgewracktesten, die-zieh-ich.nur-zum-Renovieren-an-Mickymaus-Klamotten, wurden wir ganz schnell kleinlaut, als eine große Gruppe finsterer Tarnfarbener, alle größer als wir, mit eigenen Markierern, unterscheidbaren Masken und Headsets an uns vorbeilief. Alle sahen so aus, als wüssten sie, was sie tun. (Was sowieso schon selten genug ist im Leben.) Unser Gespräch versickerte und wir warfen uns vielsagende Blicke zu, allerdings nicht zu auffällig, damit wir keinen auf die Mütze kriegen.
Tatsache ist: Das Adrenalin verläßt einen bald und macht eiskaltem Teamgeist Platz. Mit der Maske sehen alle gleich aus. Zielen ist gar nicht so einfach, die Kugeln sind schließlich nicht rund. Treffer auf nackte Haut sehen aus wie Knutschflecke. Mücken und Bremsen haben keinerlei Respekt vor Markierern. Im Dreck wälzen, krabbeln, kriechen ist prima. Und andere beim Spiel beobachten lehrt einiges. Binnen Sekunden kriegt man raus, wer Taktiker ist und wer Memme.
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trilusion • 17. Aug, 20:48 • einsortiert unter
mental note